Lavagno
STADTVERWALTUNG
Die Gemeinde Lavagno ist etwa 15 Kilometer von Verona entfernt und umfasst die Ortsteile San Bricco, San Pietro (Gemeindesitz) und Vago. Zahlreiche archäologische Funde aus vorrömischer Zeit wurden in dieser Gemeinde entdeckt. Man nimmt außerdem an, dass sich in der Nähe des heutigen San Bricco ein weiteres Dorf befand, das zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. entstanden sein soll. In der Römerzeit wurden große Siedlungen gegründet, was auch dank der Via Postumia zu verdanken ist. Im Mittelalter bevorzugte man dann die Höhenzüge gegenüber der Ebene, weil sie leichter zu verteidigen waren. Viele Familien erwarben Land in der Gegend, wo sie auch ihre Villen bauten.
Villa Zannini hat ihren Ursprung im 18. Jahrhundert und besitzt ein horizontales Zentralgebäude, während sich in den Seitenflügeln die Wohnungen der Bediensteten befanden. Sie zeichnet sich – besonders im unteren Teil – durch ihre elegante Architektur mit einer umrahmten Eingangstür aus. In der Mitte des Tympanons befindet sich das heraldische Wappen der Familie Da Porto. In dem die Villa umgebenden Park ist auch ein altes Eishaus erhalten.
Villa Castagna, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, war ursprünglich ein Kloster, wurde jedoch durch die Bomben der Weltkriege zerstört. Heute kann man nur noch die Wendeltreppe und den Weinkeller bewundern.
Im Bereich um Lavagno war schon immer eine starke klösterliche Präsenz zu verzeichnen, vor allem in den zwei Jahrhunderten unter der Herrschaft des Bischofs von Verona. Der älteste Komplex ist das Kloster San Giuliano di Lepia, das auf das 12. Jahrhundert zurückgeht.
Die Kirche San Giacomo di Grigliano wurde Ende des 14. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut. Im Inneren sind Fresken erhalten, die von einem Meister der Schule Altichieros, vielleicht Martino da Verona, angefertigt wurden. Auch die sakrale Ausstattung umfasst Werke, die aus der Gegend von Verona stammen.
Das Forte San Briccio wurde im 19. Jahrhundert von italienischen Militäringenieuren erbaut. Es wurde auf einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert errichtet. In den vergangenen Jahren beherbergte es das Museo della Cultura Contadina (Museum für bäuerliche Kultur) und die Mostra della Preistoria (urgeschichtliche Ausstellung). Das Fort ist ein trapezförmiges Gebäude aus Stein und Ziegel.






