San Martino Buon Albergo
STADTVERWALTUNG
San Martino Buon Albergo ist nur etwa 5 Kilometer von Verona entfernt und umfasst die Ortsteile Case Nuove, Casette, Marcellise, Mambrotta und Ferrazze. San Martino wird schon im Jahr 1146 als städtische Ansiedlung erwähnt. Die Ansiedlung war jedoch bereits in der Römerzeit bekannt, wie einige Grabsteine in verschiedenen Teilen des Ortes aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. belegen. Die Ortschaft hat keine eigene Geschichte, da sie eng mit der des nahe gelegenen Verona verbunden ist. Erst 1146 löste sich San Martino Buon Albergo von Verona ab, bis ihre Gebiete 1927 wieder annektiert wurden.
Villa Girasole befindet sich im Ortsteil Marcellise. Die Villa wurde zwischen 1929 und 1935 nach einem Entwurf von Angelo Invernizzi erbaut. Es handelt sich um ein modernes Gebäude, das sich um 360° dreht und damit praktisch dem Lauf der Sonne folgt, um den Innenraum mit möglichst viel natürlichem Licht zu beleuchten. Die Villa befindet sich in einem Park mit Baumalleen, Rasenflächen, Zypressenreihen und einem Schwimmbad. Darüber hinaus wurden im Park archäologische Funde aus der Römerzeit entdeckt.
Die Kirche von Mercellise unterstand einstmals der nahegelegenen Pfarrkirche in Lavagno. Die älteste Erwähnung der Kirche von Marcellise stammt aus dem Jahr 1306. Die Kirche enthält zahlreiche Gemälde von Giovanni Battista Caliari auf, auf denen die Werke anderer berühmter Künstler dargestellt sind, wie „Die Begegnung Jesu mit seiner Mutter auf dem Kalvarienberg“ von Raffael oder die heiligen „Apollonia und Lucia“ von Giovanni Caroto. Auf dem ersten Altar rechterhand finden wir eine große Leinwand mit der Darstellung eines Wunders des heiligen Antonius von Padua.
Villa d'Acquarone, genannt Musella, wurde zwischen 1654 und 1709 zum Adelssitz der Familie Muselli aus Verona, von der sie ihren Namen hat. Von 1506 an wurde das Gebäude immer wieder umgebaut und erweitert. Die heutige Villa steht um einen quadratischen Innenhof herum und weist vier Gebäudekomplexe mit unterschiedlichen Stilen auf. Auf der Nordseite der Villa befinden sich die großen freskenbemalten Säle aus der Zeit zwischen 1686 und dem Ende des 17. Jahrhunderts. Rund um die Villa erstreckt sich ein Garten aus dem 17. Jahrhundert, der in einem Aussichtspunkt mit einer Reihe von Statuen endet. Der wichtigste Saal ist der mittlere Saal, der auch „Salone dei Venti“ (Saal der Zwanzig) genannt wird und dessen Deckenfresken mythologische Szenen von Luft-, Land- und Meeresgottheiten zeigen. Die Fresken in der Kapelle zeigen die Wunder des heiligen Antonius von Padua.







