Dolcè
STADTVERWALTUNG
Die Gemeinde Dolcè liegt etwa 30 Kilometer von Verona entfernt und umfasst die Ortsteile Case Sparse, Ceraino, Colombare, Ossenigo, Passaggio Napoleone, Peri und Volargne. Im Ortsteil Ossenigo verlief bis 1915 die Grenze zu Österreich-Ungarn.
In Dolcè gibt es viele kunsthistorisch bedeutende Gebäude, wie die Villa del Bene, Palazzo Salgari, Palazzo Mondini, Palazzo Guerrieri-Rizzardi, Palazzo Ruzzenenti, Casermaggio genannt, und Palazzo Tommasini.
Villa del Bene befindet sich im Zentrum von Volargne. Es ist die östlichste der Villen im Valpolicella und eines der besterhaltenen Gebäude des 16. Jahrhunderts in der gesamten Region Venetien.
Nach durch die Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Zuges verursachten Katastrophe am 21. November 1944, wurde die Villa einer langen Reihe von Restaurierungsarbeiten unterzogen. Im Jahr 1956 wurde das Gebäude dank des Erwerbs der Villa durch den italienischen Staat vollständig restauriert.
Ein umfangreicher Zyklus von Fresken aus dem 16. Jahrhundert schmückt das Treppenhaus, die Loggia über dem Portikus, den Hauptsaal und einige Räume im Hauptgeschoss des Gebäudes. Die Autoren dieser Fresken sind die berühmtesten Künstler, die Mitte des 16. Jahrhunderts in Verona tätig waren: Giovan Francesco und Giovanni Caroto, Domenico Brusasorzi, Bernardino India und Nicola Crollalanza. In der Privatkapelle befinden sich sechs ovale Gemälde des Malers Marco Marcola.
In der Ortschaft Ceraino durchquert die Etsch ein enges Tal zwischen dem Monte Pastello und dem Monte Moscal, wodurch eine wirklich eindrucksvolle Naturlandschaft entsteht. Dieser Engpass ist als Chiusa di Ceraino bekannt und erstreckt sich über eine Länge von etwa 2,5 Kilometern.
Die besondere geographische Beschaffenheit hat diesem Ort in der Vergangenheit eine militärstrategische Bedeutung verliehen. In der Nähe der Klause, genauer gesagt in Rivoli Veronese, führte Napoleon eine wichtige Schlacht gegen die Österreicher (1797). Während der Beherrschung durch Österreich-Ungarn wurden um 1850 in dieser Gegend vier Forts gebaut, die noch erhalten sind.
Ein weiterer interessanter Ort ist die Spurga delle Cadene oder Spurga di Peri, die zwischen Peri und Fosse liegt. Die Spurga delle Cadene ist eine aus zahlreichen kleinen Räumen bestehende Höhle, von denen insbesondere der minerialienreiche „Sala bianca“ (weißer Saal) den Karsthöhlen sehr ähnlich ist.








